Ein Multimedia-Projekt mit Jugendlichen mit und ohne Behinderungen in Hagen.

Inklusion bedeutet Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für alle Menschen und dies in allen Bereichen. Das Projekt "I see you – You see me – I could be you" möchte als Kampagne unterschiedlichste Beispiele von gesellschaftlicher Inklusion in den Blick nehmen und die Hagener Gesellschaft dafür sensibilisieren, dass Inklusion uns alle betrifft. Eindringliche Kurzfilme, die gemeinsam mit der Zielgruppe entwickelt werden, sollen Merkmale einer inklusiven Gesellschaft anhand von persönlichen Erfahrungen und Statements erlebbar machen.


Inklusion betrifft uns alle!

Inklusion betrifft nicht nur Menschen mit Behinderung, sondern auch alle anderen benachteiligten oder diskriminierten Gruppen. In einer inklusiven Gesellschaft haben Alter, Migration, Behinderung, sexuelle Orientierung, soziale Herkunft, Religion oder Geschlecht keinen Einfluss auf die Chancen gesellschaftlicher Teilhabe.


Leider sind wir von einer Inklusiven Gesellschaft an vielen Stellen immer noch weit entfernt:

Junge Menschen mit Zuwanderungserfahrung haben aufgrund ihrer Herkunft schlechtere Bildungschancen. In Kindertagesstätten und Schulen fehlt die notwendige interkulturelle Kompetenz und politische Partizipation ist für Menschen mit Zuwanderungserfahrung deutlich erschwert.

LGBTQ-Menschen werden in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen immer wieder Opfer von Diskriminierungen und Gewalt. Regenbogen- und Queerfamilien haben nicht dieselben Rechte wie andere Familien, sie werden durch das Ehegattensplitting im Einkommenssteuerrecht benachteiligt und haben kein gemeinsames Adoptionsrecht.

Trotz der formalen rechtlichen Gleichstellung von Frauen und Männern sind wir von einer vollständigen gesellschaftlichen Gleichberechtigung noch weit entfernt. Obwohl Frauen im Durchschnitt bessere Bildungsabschlüsse als Männer erlangen, werden sie in Bezug auf Karrierechancen und Entlohnung immer noch benachteiligt.

Trotz grundgesetzlich garantierter Religionsfreiheit werden Menschen auch aufgrund ihrer religiösen Orientierung diskriminiert. In vielen gesellschaftlichen Bereichen mangelt es an der notwendigen interreligiösen Sensibilität. Anschläge auf Moscheen und Synagogen sowie körperliche Gewalt stehen für direkte Angriffe auf die Religionsfreiheit.