Martha Wassermann

Bachstraße 56

Martha Wassermann wurde 1936 im Allgemeinen Krankenhaus zur Sterilisation und zur Abtreibung gezwungen. Sie war im 6. Monat schwanger.

Martha Wassermann, geb. 1909, wohnte in der Bachstraße 56 in Hagen-Wehringhausen. Als sie 25 Jahre alt war, wurde sie schwanger. Im Februar 1936 wurde sie - wahrscheinlich im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung - beim Gesundheitsamt angezeigt. Der Arzt war der Meinung, Martha sei »erbbelastet«. Im März wurde sie im Allgemeinen Krankenhaus zwangssterilisiert. Das Kind wurde per Kaiserschnitt abgetrieben. Martha war im 6. Monat schwanger.


Weitere Zwangsabtreibungen sind im Evangelischen Krankenhaus Haspe und im Evangelischen Krankenhaus Elsey belegt.

Vor allem osteuropäische Zwangsarbeiterinnen wurden gegen ihren Willen Opfer einer Abtreibung. Sie selbst und ihre Kinder wurden im NS-Staat als „rassisch minderwertig“ eingestuft. Bis zu 36 „Fremdarbeiterinnen“, die in Hagen lebten, wurden im Lager Waltrop-Holthausen (Recklinghausen) zu Abtreibungen gezwungen.

Ich will mehr wissen:

  • Ausstellung „Gegen das Vergessen, 2025
  • Evangelisches Krankenhaus Haspe (Hg.), 100 Jahre Evangelisches Krankenhaus Hagen-Haspe, 1889-1989, Hagen 1989.
  • Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Haspe (Hg.), Festschrift zum 75jährigen Bestehen des Evangelischen Krankenhauses und zur Einweihung des neuen Evangelischen Krankenhauses Hagen-Haspe 1889-1964, Dortmund 1964.