Krankenhaus Elsey

Iserlohner Straße 43

Im Evangelischen Krankenhaus Elsey wurden bis 1938 89 Menschen zwangssterilisiert. Hier wurden auch osteuropäische Zwangsarbeiterinnen zur Abtreibung gezwungen.

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Im Evangelischen Krankenhaus Elsey wurden ca. 100 Menschen von Dr. Hans Moraweck und Dr. Heinrich Alberts zwangssterilisiert. Letzterer führte außerdem Abtreibungen bei  „Ostarbeiterinnen“ durch, also Frauen aus Polen und der Sowjetunion, die während des Krieges als Zwangsarbeiterinnen nach Deutschland deportiert worden waren.

Dr. Alberts war 1931 einfacher Assistenzarzt. Er erkannte aber rasch, wie er die politischen Gegebenheiten für sich nutzen konnte: Schon 1932 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP und wurde in der NS-Zeit SA-Mitglied und Ratsherr in Hohenlimburg. Weil die Partei es massiv einforderte, wurde er 1935, im Alter von 32 Jahren, Chefarzt der Chirurgie und ärztlicher Leiter des Elseyer Krankenhauses.

Er soll unmoralisches Verhalten gezeigt, Kollegen bedroht und zu viel getrunken haben. Nach dem Krieg galt deshalb seine weitere Beschäftigung im Krankenhaus als unvertretbar. Die von ihm durchgeführten Zwangssterilisierungen und -abtreibungen spielten in der Begründung seiner Entlassung allerdings keine Rolle.

Alberts durfte als praktischer Arzt in seiner Praxis weiterarbeiten. 

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