Allgemeines Krankenhaus

Grünstraße 35

Im damaligen Allgemeinen Krankenhaus wurden Patienten erfasst, die später auswärts ermordet wurden, darunter auch Kinder. Mehr als 500 Männer und Frauen aus Hagen und dem Ennepe-Ruhr-Kreis wurden dort zwangssterilisiert oder zur Abtreibung gezwungen.

Die Zwangssterilisierungen waren in der NS-Zeit kein Geheimnis: Die Hagener Presse und  Jahresberichte der Stadtverwaltung nannten konkrete Zahlen.

Die Zwangssterilisierungen wurden nach Ende der Diktatur verdrängt und in keiner Publikation über das Krankenhaus erwähnt. Das war kein Wunder: Im Vorstand des Allgemeinen Krankenhauses saßen nach dem Krieg mindestens drei NS-Täter: Dr. Paul Haver, der Hunderte von Frauen und Männer zwangssterilisiert hatte, Dr. Karl Hartl, ehemaliger Richter im Erbgesundheitsgericht und der Rechtsanwalt und Notar Herbert Osthaus, Halbbruder von Karl-Ernst-Osthaus und einer der blutigsten Wehrmachtsrichter seiner Division.

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